Hochwasserschutz beginnt dort, wo Regenwasser auf die Fläche trifft, sich sammelt und seinen Weg talwärts sucht — zum Beispiel im Wald. Im südwestlich gelegenen Rheinbacher Stadtwald wurde deshalb erneut ganz praktisch angepackt, begleitet durch die von LEADER geförderte Koordinierungsstelle.
Rund 20 Bürgerinnen und Bürger aus dem Rodderfeld errichteten gemeinsam mit der Hochwasserschutzinitiative Rodderfeld, der Stadt Rheinbach und fachlicher Begleitung der LEADER-Koordinierungsstelle „Wasserrückhalt im Wald“ neun kleine, durchlässige Dämme an zwei Fließwegen. Auch Kinder und Jugendliche waren mit dabei und erlebten direkt vor Ort, wie Hochwasserschutz, Wald und Klimaanpassung zusammenhängen.
Die Dämme halten das Wasser nicht vollständig auf, sondern bremsen es gezielt ab. Bei Starkregen kann Oberflächenwasser dadurch langsamer abfließen, sich stufenweise verteilen und besser im Waldboden versickern. So bleibt mehr Wasser in der Landschaft — und Abflussspitzen werden gemindert.
Die Aktion zeigt: Wasserrückhalt im Wald kann mit einfachen Mitteln, fachlicher Begleitung und starkem Engagement vor Ort gelingen. Viele kleine Maßnahmen entfalten gemeinsam Wirkung — für widerstandsfähige Wälder, mehr Schutz bei Starkregen und eine klimaangepasste Region.
Weitere Informationen zum LEADER-Projekt „Koordinierungsstelle Wasserrückhalt im Wald“ gibt es unter https://leader-voreifel.de/wasser-im-wald


Fotos von der Koordinierungsstelle Wasserrückhalt im Wald
Das Projekt wird gefördert mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union



